Sanftes Training für dein Gehirn
Eine Methode ohne Eingriff, ohne Medikamente, ohne Anstrengung. Dein Gehirn bekommt in Echtzeit eine Rückmeldung über seine eigene Aktivität, und lernt daraus, sich selbst besser zu regulieren. Du musst dafür nichts „leisten“. Du darfst einfach da sein.
Sicherheit · Aktivierung · RuheWas ist das
Beim Neurofeedback werden über kleine Sensoren an der Kopfhaut die feinen elektrischen Signale deines Gehirns gemessen, völlig schmerzfrei und ohne dass etwas in deinen Körper gelangt. Diese Aktivität wird in Echtzeit sichtbar oder hörbar gemacht, zum Beispiel über einen Film, der mal klarer und mal leiser wird.
Dein Gehirn bemerkt diese Rückmeldung und beginnt ganz von selbst, günstigere Muster zu bevorzugen. Es ist ein Lernprozess, der unbewusst abläuft, ähnlich wie das Gleichgewicht beim Radfahren. Niemand erklärt es dir, dein System findet es selbst heraus.
Was das mit Selbstregulation zu tun hat
Dein Nervensystem wechselt ständig zwischen Zuständen. Alle drei gehören zum Leben.
Manchmal fühlst du dich sicher und verbunden.
Manchmal bist du angespannt und auf dem Sprung.
Manchmal ziehst du dich zurück und wirst still.
Schwierig wird es, wenn du in einem davon hängen bleibst: wenn die Unruhe nicht mehr abklingt oder die Erschöpfung nicht mehr weicht. Selbstregulation heißt, dass dein System diese Übergänge wieder leichter findet. Es soll nach Stress zurück in die Ruhe kommen und aus der Starre wieder in Bewegung.
Genau das trainiert Neurofeedback. Es übt nicht einen bestimmten „richtigen“ Zustand ein. Es stärkt die Beweglichkeit dazwischen. Was dein Gehirn in den Sitzungen lernt, nimmt es mit in den Alltag: in die schwierige Begegnung, in die Nacht, in den Moment, in dem es dir sonst zu viel wird.
Wie eine Sitzung abläuft
Wir nehmen uns Zeit, damit du dich sicher fühlst. Du sitzt bequem, wir setzen die Sensoren. Das dauert nur wenige Minuten und tut nicht weh.
Du schaust einen Film oder hörst Klänge. Mehr musst du nicht tun. Dein Gehirn bekommt die Rückmeldung und arbeitet im Hintergrund, du darfst einfach entspannen.
Nach etwa 30 bis 45 Minuten lassen wir die Sitzung ausklingen. Wir schauen gemeinsam, wie es dir geht, und was du wahrgenommen hast.
Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, ist ganz individuell. Das besprechen wir gemeinsam im Erstgespräch.
Für wen
Viele Menschen suchen Neurofeedback, wenn sie innere Unruhe, Schlafprobleme, Anspannung oder Schwierigkeiten mit Konzentration und Stressverarbeitung erleben. Andere wünschen sich einfach mehr Gelassenheit und einen ruhigeren inneren Zustand.
Weil die Methode so sanft ist und nichts von dir verlangt, eignet sie sich besonders für Menschen, die bei aktiveren Verfahren schnell überfordert sind. Sicherheit und Selbstbestimmung stehen immer an erster Stelle. Du gibst das Tempo vor.
Neurofeedback steht bei mir nicht für sich allein. Oft verbinde ich es mit der Arbeit nach der Polyvagaltheorie. Dann verstehst du, was in deinem Nervensystem passiert, während Neurofeedback deinem Gehirn hilft, es auch zu können.
Worauf es beruht
Neurofeedback ist kein neues Wellness-Angebot. Die Methode wird seit den 1960er-Jahren erforscht und arbeitet mit dem EEG, einem Messverfahren, das auch in Kliniken eingesetzt wird.
Ich arbeite mit ILF-Neurofeedback (Infra-Low-Frequency). Diese Form setzt bei den sehr langsamen Schwankungen der Hirnaktivität an, die eng mit Anspannung und Erregung zusammenhängen. Sie gilt als besonders sanft.
Für ILF-Neurofeedback gibt es erste Beobachtungsstudien, unter anderem bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS. Größere Studien mit Vergleichsgruppen stehen noch aus. Deshalb sage ich dir ehrlich, was wir erwarten können und was nicht.
„Du musst nichts richtig machen. Dein Gehirn weiß den Weg, wir geben ihm nur den Spiegel.“Kostenloses Erstgespräch